Pfanne für Induktion: Worauf wirklich achten?
Nicht jede Pfanne funktioniert auf Induktion – und nicht jede, die funktioniert, ist gut. Dieser Ratgeber erklärt, welche Materialien, Böden und Qualitätsmerkmale entscheidend sind.
Nicht jede Pfanne funktioniert auf Induktion – und nicht jede, die funktioniert, ist gut. Dieser Ratgeber erklärt, welche Materialien, Böden und Qualitätsmerkmale entscheidend sind.

Induktionsherde erzeugen kein Feuer und keine Hitze – sie erzeugen ein Magnetfeld, das elektrische Wirbelströme im Pfannenboden induziert. Diese Ströme erhitzen das Metall von innen. Entscheidend: Das funktioniert nur mit ferromagnetischen Materialien.
Der einfachste Test: Wenn ein Kühlschrankmagnet am Pfannenboden hält, ist die Pfanne induktionsgeeignet. Aluminium, Kupfer und normales Edelstahl (austenitisch) funktionieren nicht.
Wabenpfannen wie die FIXLINE® Wabenpfanne kombinieren Edelstahl, der auf Induktion reagiert, mit einem Aluminiumkern für schnelle Wärmeverteilung. Die Wabenstruktur der Beschichtung reduziert die Kontaktfläche – weniger Ankleben, weniger Fett, einfache Reinigung.
Vorteile: Leicht, schnell erhitzend, einfache Handhabung, antihaft
Nachteile: Jede Beschichtung nutzt sich mit der Zeit ab – Pflege entscheidet über die Lebensdauer
Gusseisen ist von Natur aus magnetisch und funktioniert hervorragend auf Induktion. Die hohe thermische Masse sorgt für extreme Hitze-Stabilität – ideal für Steaks, Bratkartoffeln, alles was eine gleichmäßige, intensive Hitze braucht.
Vorteile: Extreme Hitzekapazität, lebt ewig, wird besser mit Zeit
Nachteile: Schwer (3–4 kg), heizt langsamer auf, braucht Pflege
Hochwertige Edelstahlpfannen mit ferritischem Kern oder Induktionsscheibe funktionieren auf Induktion. Sie sind ideal für Schmorgerichte und Soßen – die Oberfläche reagiert mit Lebensmitteln und erzeugt Röstaromen (Maillard-Reaktion).
Vorteile: Langlebig, reaktive Oberfläche für Röstaromen, keine Beschichtung
Nachteile: Klebt ohne ausreichend Fett und Vorheizen
Dünne Böden verbiegen sich auf Induktion – durch schnelle Temperaturwechsel und den Magnetismus entstehen Spannungen. Eine gute Induktionspfanne hat mindestens 3–4 mm Bodenstärke. Bei Gusseisen sind es naturgemäß 5–6 mm.
Nur ein vollständig flacher Boden hat optimalen Kontakt mit dem Induktionskochfeld. Wölbungen – auch minimale – führen zu ungleichmäßiger Erhitzung und können die Kochfeldoberfläche zerkratzen. Bei Gusseisen nach dem Kauf prüfen.
Achten Sie auf das Spiralen-Symbol (Induktionszeichen) am Boden oder auf der Verpackung. Pfannen ohne dieses Symbol funktionieren entweder gar nicht oder nur eingeschränkt auf Induktion.
Für antihaft beschichtete Induktionspfannen: mindestens 3-lagige Beschichtung wählen. Die erste Lage wird oft durch unsachgemäße Reinigung beschädigt – tiefere Lagen geben noch Schutz. PTFE-Beschichtungen (Teflon) dürfen nicht über 260°C erhitzt werden.
| Verwendung | Empfohlenes Material |
|---|---|
| Alltagsküche, Spiegeleier, Fisch | Wabenpfanne |
| Steaks, Bratkartoffeln, intensive Hitze | Gusseisenpfanne |
| Soßen, Schmorgerichte, Pasta | Edelstahlpfanne |
| Wok-Gerichte, Asia-Küche | Wok aus Kohlenstoffstahl |
Keramische Wabenbeschichtung auf Edelstahl mit Aluminiumkern – für den täglichen Einsatz auf Induktion und allen anderen Herdarten.
Nur Pfannen mit magnetischem Boden: Gusseisen, Kohlenstoffstahl und Edelstahl (ferritisch). Einfacher Test: Wenn ein Magnet am Pfannenboden hält, ist sie induktionsgeeignet. Aluminium ohne Induktionsboden funktioniert nicht.
Ja – die FIXLINE® Wabenpfannen sind für alle Herdarten inkl. Induktion geeignet. Bei der Black Forest Wabenpfanne aus Edelstahl mit Aluminiumkern reagiert der Edelstahl auf das Magnetfeld, der Aluminiumkern verteilt die Wärme. Die Wabenstruktur der Beschichtung reduziert das Ankleben.
Induktionskochfelder erhitzen nur den Bereich direkt über der Spule. Bei kleinen Pfannen auf großen Kochfeldern gibt es oft einen heißen Mittelpunkt und kalte Ränder. Gusseisenpfannen und dicke Aluminiumpfannen verteilen die Wärme durch ihre Masse besonders gut.
Ja, Gusseisen ist von Natur aus magnetisch und ideal für Induktion. Gusseisenpfannen heizen langsamer auf als auf Gas, halten die Hitze aber länger. Wichtig: Gusseisen langsam vorheizen, um Temperaturschocks zu vermeiden.