Frische Kräuter sind der schnellste Weg, ein Gericht zu veredeln – aber nur wenn sie richtig behandelt werden. Falsch geschnitten werden sie schwarz, verlieren ihr Aroma und sehen unappetitlich aus. Das Geheimnis liegt in einem einfachen Prinzip: schneiden statt quetschen. Ein scharfes Messer und die richtige Technik bewahren das ätherische Öl in den Kräuterzellen – und damit Farbe und Geschmack.
Kräuter müssen trocken sein, bevor sie geschnitten werden. Nasse Kräuter haften am Messer, rutschen weg und werden ungleichmäßig. Nach dem Waschen immer gut abtupfen oder trockenschleudern. Auch das Schneidebrett muss trocken sein.
Was du brauchst
- Frische Kräuter (Basilikum, Petersilie, Schnittlauch, Dill)
- FIXLINE® Kochesser oder Santokumesser
- Trockenes, stabiles Schneidebrett
- Küchenpapier zum Abtrocknen
Basilikum oxidiert blitzschnell bei Quetschung. Deshalb nie auf dem Brett herumreiben oder zusammendrücken. Chiffonade immer direkt über das Gericht streuen – nicht aufbewahren.
Technik 2: Hacken (für Petersilie & Koriander)
Blätter zusammenschieben
Petersilienblätter von den Stielen zupfen (die Stiele können für Fond verwendet werden). Blätter locker auf dem Brett zusammenschieben. Die Messerspitze auf dem Brett fixieren – sie bleibt der Pivot-Punkt beim Hacken.
Wiegehieb-Technik
Das Messer in einem Halbkreis um die fixierte Spitze führen – der Griff hebt und senkt sich, die Spitze bleibt am Brett. Die Kräuter immer wieder mit der flachen Klingenbreite zusammenschieben und den Halbkreis wiederholen, bis die gewünschte Feinheit erreicht ist.
Gleichmäßigkeit prüfen
Nach 10–15 Wiegehieben die Kräuter auseinanderschieben und inspizieren. Noch grobe Stücke zusammenschieben und weiterwiegen. Das Wiegen erzeugt fein gehackte Kräuter ohne den Zelldruck des Hackens mit einem Wiegemesser (Mezzaluna).
Technik 3: Schnittlauch schneiden
Bündeln und mit einem Zug schneiden
Schnittlauchhalme in ein gleichmäßiges Bündel zusammenfassen und mit der Krallenhaltung halten. Mit dem Messer in gleichmäßigen Abständen (1–5 mm, je nach Verwendung) schneiden. Entscheidend: jeder Schnitt ist ein einziger, fließender Zug – niemals sägen. Sägen quetscht die Halme und macht sie welk.